Mietausfall ist das eigentliche Risiko privater Vermieter
Bei einem klassischen Räumungsverfahren in Deutschland vergehen vom ersten ausbleibenden Mietzins bis zur tatsächlichen Räumung der Wohnung typischerweise 8 bis 14 Monate — bei langwierigen Verfahren auch deutlich länger. Während dieser Zeit fallen Ihre Mieteinnahmen vollständig weg, während die Bewirtschaftungskosten (Grundsteuer, Hausgeld, Hypothekenzinsen, Versicherungen) weiterlaufen. Für private Vermieter mit ein bis drei Einheiten kann das zu einem ernsthaften Liquiditätsproblem werden — gerade bei finanzierten Anlageobjekten.
Wie der Mietausfallschutz konkret eingreift
Der Mietausfallschutz ersetzt die ausgefallenen Mieteinnahmen — typischerweise bis zu 12 Monate ab dem Zeitpunkt, an dem ein gerichtlicher Räumungstitel vorliegt. Voraussetzung ist also nicht das erste Säumnis, sondern das durchgesetzte Räumungsverfahren. Während dieser bis zu 12 Monate erhalten Sie die vereinbarte Monatsmiete (bis zur versicherten Höchstgrenze) als Ersatz, bis der Mieter tatsächlich auszieht oder geräumt wird. Damit überbrücken Sie genau das wirtschaftliche Loch zwischen Räumungstitel und Anschlussvermietung.
Warum das Modul nur in Kombination mit Vermieter-Rechtsschutz sinnvoll ist
Mietausfallschutz ist kein eigenständiges Produkt — er greift nur, wenn auch die Räumungsklage über den Vermieterrechtsschutz finanziert wurde. Das ist sinnvoll, weil beide Bausteine ineinandergreifen: Der Rechtsschutz finanziert das gerichtliche Verfahren, der Mietausfallschutz ersetzt die ausbleibenden Mieten während des Verfahrens. Wer nur den Mietausfallschutz ohne Rechtsschutz buchen will, geht aus Sicht der ARAG kein versicherbares Risiko ein.